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Verzögerung im Projekt: Auswirkung auf den Endtermin berechnen

Eine Aufgabe wird später fertig. Verschiebt das den Endtermin? Die Antwort hängt vom Puffer ab und davon, ob die Aufgabe auf dem kritischen Pfad liegt. So rechnest du es nach.

Stand: Oktober 2026

Die Grundregel

Die Verschiebung des Endtermins ist die Verzögerung abzüglich des Puffers der Aufgabe, mindestens null.

Ist eine Aufgabe um 3 Tage verspätet und hat 5 Tage Puffer, bleibt der Endtermin gleich. Ist sie um 8 Tage verspätet, verschiebt sich der Endtermin um 3 Tage. Auf dem kritischen Pfad (Puffer 0) wirkt jeder Tag voll.

In Kalendertagen und Arbeitstagen fällt die Verschiebung unterschiedlich aus: Wochenenden und Feiertage zählen nicht als Arbeitstage. Der Planer nennt deshalb beides.

Beispiel mit Zahlen

Was passiertNeues ProjektendeVerschiebungPuffer zum Zieltermin
Baugenehmigung 2 Tage späterFr 12.02.2027keine31 Arbeitstage
Baugenehmigung 14 Tage späterMo 22.02.202710 Tage (6 Arbeitstage)25 Arbeitstage
Lieferung der Einrichtung 20 Tage späterFr 12.02.2027keine31 Arbeitstage
Umbau 5 Arbeitstage länger (intern)Fr 19.02.20277 Tage (5 Arbeitstage)26 Arbeitstage
Alle externen Fristen im schlechten FallMo 22.03.202738 Tage (26 Arbeitstage)5 Arbeitstage

Beispielprojekt: Café-Filiale eröffnen, 14 Aufgaben, Start 02.11.2026, Zieltermin 31.03.2027. Ohne Verzögerung ist das Projektende Fr 12.02.2027.

Auffällig: 14 Tage Verzögerung der Genehmigung wirken nur mit 10 Kalendertagen, weil davon der Puffer abgeht und weil der verschobene Umbau nicht mehr über Weihnachten und Neujahr läuft, die vorher als arbeitsfreie Tage Zeit gekostet haben. Der Planer rechnet das mit den echten Feiertagen.

Mehrere Verzögerungen gleichzeitig

Verzögerungen in parallelen Ketten addieren sich nicht: Es zählt die Kette, die am längsten dauert. Verzögerungen in derselben Kette verstärken sich. Die Auswirkungsbox zeigt dir die Wirkung jeder einzelnen Verzögerung und die Gesamtwirkung und erklärt, wenn beide voneinander abweichen.

Stammen Verzögerungen von außen und aus dem eigenen Team, teilt der Planer die Verschiebung auf: Wie viel geht auf externe, wie viel auf interne Ursachen zurück?

„Dauert länger“ oder „beginnt später“?

  • Dauert länger: Die Aufgabe braucht mehr Zeit, ihr Beginn bleibt. Beispiel: Der Umbau dauert 5 Arbeitstage länger.
  • Beginnt später: Die Aufgabe startet später als geplant. Beispiel: Der Antrag liegt vier Tage im Eingang, bevor jemand ihn bearbeitet.

Beides verschiebt das Ende der Aufgabe. Der Unterschied zeigt sich bei Abhängigkeiten, die am Anfang der Aufgabe hängen. Eine verzögerte Aufgabe beginnt nie früher als im ursprünglichen Plan.

Häufige Fragen

Was passiert, wenn der Zieltermin überschritten wird?

Die Auswirkungsbox meldet, um wie viele Arbeitstage der Zieltermin verfehlt wird, und im Risiko-Ranking steht bei jeder Aufgabe, wie viel Verzögerung sie bis zum Zieltermin verträgt.

Berechnet der Planer auch Wahrscheinlichkeiten?

Ja, mit einer Monte-Carlo-Simulation aus deinen Schätzungen (bester, wahrscheinlichster und schlechter Fall). Die Verzögerungs-Simulation selbst zeigt dagegen, was bei einer angenommenen Verzögerung passiert, ohne zu sagen, wie wahrscheinlich sie ist. Mehr in Monte-Carlo im Projektplan.

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Szenarien auf Grundlage deiner Eingaben, keine Prognose. Stand: Oktober 2026.